Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Lebenslanges Lernen

Dahinter stehen die Erkenntnisse, dass wir (in Deutschland) kein Wissens- sondern ein Umsetzungs-Problem haben und dass die Halbwertzeit des Wissens immer kürzer wird. Deshalb wird in den meisten Berufen das lebenslange Lernen immer mehr zu einer notwendigen Anforderung für alle. Wer als Erwachsener den Wunsch hat, endlich mal „ausgelernt zu haben“ und „fertig“ zu sein, bekommt schnell Probleme und verliert schon bald seinen Wert am Arbeitsmarkt. Wir mögen es beklagen, dass das Veränderungstempo in unseren Berufsfeldern immer mehr zunimmt. Das hilft jedoch meist nichts – wir müssen uns darauf einstellen und eine entsprechende Veränderungs-Kompetenz entwickeln. Persönliche Lernbereitschaft und Wachstumsorientierung sind hier günstige Grundhaltungen. Die Tatsache, dass viele Schüler in unseren Schulen ihre Lernmotivation verlernen und sogar Lernwiderstände aufbauen, zeigt, wie weit unser Schulsystem hinter den gesellschaftlichen Anforderungen der Berufswelt her hinkt und teilweise problematische kontraproduktive Nebenwirkungen hat.

Persönliche Belastungsgrenzen

Wir müssen aber auch zunehmend lernen, unsere persönlichen Belastungsgrenzen zu erkennen und nach außen hin zu vertreten. Gerade Leistungsträger geraten heute immer mehr in die Gefahr, sich dauerhaft zu überfordern. Die gesundheitlichen und sozialen Folgen trägt zunächst nur der Betroffene, aber längerfristig tragen sie auch auch die ihn umgebenden Sozialsysteme, die eigene Familie, das Unternehmen und schließlich die Gesellschaft.

(Quelle: Die weichen Faktoren der Führung, mtt-Werkstattberichte)