In Führung gehen

Das etwas andere Training für Meister: agil • aktiv • achtsam

In diesem Führungs- und Team-Training arbeiten die Teilnehmer praktisch. Die Trainings- und Lernatmosphäre hat Werkstatt-Charakter. Das Trainings-Design folgt der Lernsystematik:

Aktion <–> Reflexion <–> Transfer

In (zwei oder mehr) Gruppen zu je 7 – 8 Teilnehmern fertigen unsere Teilnehmer in insgesamt 7 Spielrunden in 3 Tagen „Mini-Elektroradler“ – für jeden Teilnehmer einen „Radler“. 

Die Spielrunden sind in sich geschlossene Einheiten. In jeder Spielrunde gibt es einen Vorgesetzten, 5 – 6 Mitarbeiter und einen Beobachter (aus der anderen Gruppe). Jeder Teilnehmer übernimmt somit im Laufe des Trainings „rollierend“ mehrere Rollen. 

In Führung gehen ist ein Training, welches die Arbeitsstrukturen des Arbeitsalltags insbesondere im Produktions-/Manufacturing-Umfeld widerspiegelt und dessen Erkenntnisse sich im Hinblick auf Verbesserungen des eigenen Führungsverhaltens sowie eine effiziente Zusammenarbeit im Team auf die Praxis übertragen lassen. Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, individuell für sich zu lernen, praktische Erfahrungen zu sammeln und die Reaktionen und Rückmeldungen der Kollegen – aus deren Perspektive als Mitarbeiter – auf ihr Führungsverhalten unmittelbar zu erleben.

Eine Herausforderung für die Vorgesetzten ist, dass sie die zu erfüllenden Aufgaben, die unter einem gewissen Zeitdruck erledigt werden müssen, nicht kennen und sich nur innerhalb einer kurzen Zeitspanne auf den Führungsauftrag einstimmen können. Sie müssen sich in einer neuen, unbekannten Situation zurechtfinden, dadurch wird Spontanität und Authentizität der Teilnehmer gefordert und gefördert.

In diesem Training werden nur kurze theoretische Inhalte als Lern-Impulse „situativ“ durch die Trainer vermittelt – das Training bleibt praxisorientiert.

Lernziele

  • Praktische Anwendung des Führungswissens
  • Die Wirkung als Führungskraft bewusst machen
  • Richtig erkanntes Führungsverhalten einüben
  • Übertragung der individuellen Erkenntnisse auf den Führungsalltag
  • Den eigenen Führungsstil bewusst machen
  • Das eigene Führungsselbstverständnis und die Führungsrolle reflektieren
  • Ziele setzen und Aufgaben sinnvoll verteilen
  • Arbeitsprozesse steuern und Ergebnisse kontrollieren
  • Kommunizieren und motivieren auch unter Zeitdruck
  • Rückmeldungen zum eigenen Führungsverhalten erhalten
  • Aufzeigen der evtl. vorhandenen Differenzen zwischen Führungswissen und entsprechendem Führungsverhalten (Spiegeln des eigenen Führens)

Ablauf der Spielrunden

Phase 1: Auftragsklärung und Unterweisung (Trainer, Führungskraft)
Vor Beginn einer jeden Spielrunde wird die Führungskraft von den Trainern unterwiesen – d. h. der Vorgesetzte erhält die schriftlichen Arbeitsaufträge, die das Team im Rahmen der Spielrunde erarbeiten soll sowie detaillierte Konstruktions- und Fertigungspläne. Die Leistungsergebnisse werden mit Hilfe von qualtitativen und qualitativen Kennziffern (Key Performance Indicators) gemessen. 

Phase 2: Planung und Erprobung (Führungskraft, Mitarbeiter, Beobachter)
Die Vorgesetzten haben nach der Unterweisung eine 30-minütige Vorbereitungszeit gemeinsam mit dem Team, die Arbeitsaufträge zu klären sowie die erforderlichen Arbeitpakete aufzuteilen und kompliziertere Arbeitschritte und Techniken (z.B. Lötarbeiten) zu erproben. D.h. diese Zeit wird zum Organisieren, Informieren und Qualifizieren genutzt.

Phase 3: Aktive Spielrunde – Produktion (Führungskraft, Mitarbeiter, Beobachter)
Im Anschluß an die Planungs- und Erprobungsphase folgen 35 Minuten Arbeits- und Produktionszeit, in denen die Gruppe die erforderlichen Teil-Produkte fertigt. Nach 35 Minuten beendet der Trainer die Spielrunde.

Phase 4: Auswertung und Beurteilung: Key Performance Indicators (Führungskraft, Mitarbeiter, Beobachter, Trainer)
Nach der aktiven Spielrunde schätzen die Mitarbeiter mit Hilfe eines Bewertungsbogens ein, was sie besonders positiv erlebt haben und wo aus ihrer Sicht noch Handlungsbedarf besteht. Desweiteren kontrolliert der Trainer gemeinsam mit dem Vorgesetzen die Menge, die Qualität der produzierten Teile als auch die Sauberkeit und Ordnung an den Arbeitplätzen. Aus der Mitarbeiterzufriedenheits- und der Leistungseinschätzung werden die Key Performance Indicators errechnet. Wichtig: Die Spielrunden sind nicht miteinander vergleichbar, d.h. die Anforderungen sind nicht in allen Runden gleich, da unterschiedliche Schwerpunkte gegeben sind.

Phase 5: Nachbesprechung (Führungskraft, Mitarbeiter, Beobachter, Trainer)
Ist die Runde ausgewertet, findet eine Nachbesprechung statt, in der der Vorgesetzte, die Mitarbeiter und der Beobachter gemeinsam mit dem Trainer die Runde analysieren. Hier bekommen die Führungskraft ein direktes Feedback vom Team. 

Falls Sie Interesse haben, dieses Trainingsformat Ihren Meistern anzubieten, dann freuen wir uns, von Ihnen zu hören